Anna_Urlaub

Im Urlaub möchte Anna mal was Neues ausprobieren und bucht gemeinsam mit ihren Freunden Tandem-Gleitschirmflüge. Wie ein Vogel durch die Lüfte schweben – ein einmaliges Abenteuer. Bevor es losgeht, müssen die Hobby-Flieger eine Erklärung unterschreiben. Dort steht, dass der Veranstalter nicht für Unfälle haftet. Das ist ja Standard, denkt sich Anna, doch wer zahlt eigentlich die Folgekosten bei einem Unfall? Die Unfallversicherung? Oder muss sie selbst dafür aufkommen? Gibt es besondere Bestimmungen für Risikosport?

 

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer suchen in ihrer Freizeit den gewissen Kick: Flying Fox, Sommerrodeln, Downhill-Biken, Canyoning, Paragliding, … Unfälle sind bei diesen Freizeitsportarten selten, haben aber häufig schwere Auswirkungen, wie einen langen Krankenhausaufenthalt, Reha oder Berufsunfähigkeit. Und tatsächlich ist hier Vorsicht geboten. Denn wer beim Sport ein sogenanntes Wagnis eingeht und dabei einen Unfall hat, muss mit Leistungskürzungen seitens der Unfallversicherung rechnen.

Welche Sportarten sind betroffen?Laut Gesetz können Leistungen bei Nicht-Berufsunfällen gekürzt werden, wenn der Unfall auf ein Wagnis zurückzuführen ist. Die Unfallversicherer unterscheiden zwischen absoluten und relativen Wagnissen. Absolut bedeutet, dass das mit einer Handlung verbundene Risiko niemals auf ein vernünftiges Mass beschränkt werden kann. Egal, welche Vorkehrungen getroffen werden. Sportler, die ein absolutes Wagnis eingehen, müssen mit Leistungskürzungen von 50% bis 100% rechnen. Relativ bedeutet, das Risiko kann durch gute Vorbereitung, günstige Umstände oder persönliches Können ausreichend reduziert werden. Bei Sportarten mit relativem Wagnis prüft die Versicherung, welche Massnahmen zur Vorbeugung getroffen wurden. Gut vorbereitete Sportler, die alle üblichen Vorsichtsregeln beachten, sind auch bei relativen Wagnissen bestens unfallversichert.

Die meisten Versicherer listen auf, welche Sportarten sie als relatives und welche sie als absolutes Wagnis einstufen. Da immer wieder neue Trendsportarten aufkommen oder Varianten angeboten werden, sind solche Listen niemals vollständig. Klär direkt mit Deiner Versicherung, ob Dein Hobby betroffen ist. Hier ein paar Beispiele:  
Risikosports

 

Extremsportler – Was tun?

Du willst nicht auf Deinen Adrenalinschub verzichten und trotzdem gut abgesichert sein? Mit einer privaten Unfallversicherung kannst Du eventuelle Lücken schließen. Eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Dich im Falle von Invalidität. Mit einer Todesfallversicherung sicherst Du Deine Familie ab. Werden bei einem Unfall andere Personen verletzt oder Gegenstände beschädigt, hilft die Privathaftversicherung vor finanziellen Schäden.

Wenn Du noch weitere Fragen hast oder wissen möchtest, ob Deine Hobbys ein Risiko bedeuten, kannst Du Dich direkt über die App, kostenfrei unter der Telefonnummer 043 508 76 37 oder per E-Mail an service@knip.ch erreichen.