Wenn die Temperaturen unter 0 Grad sinken und es ordentlich schneit, dann verwandelt sich die Umgebung für die einen in eine Winterwunderlandschaft und für andere beginnt der Alptraum. Denn wer bei Schnee und Glätte zur Arbeit oder allgemein vor die Tür muss, egal ob zu Fuss, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto, setzt sich einigen Gefahren aus. Knip verrät worauf man zu achten hat und welche Rechte und Pflichten man im Zusammenhang mit gefrorenen und verschneiten Wegen hat.

Auf Hauseigentümer kommen mit Schnee einige Aufgaben zu: Beispielsweise müssen Gehwege und Zufahrten geräumt und vereiste Flächen gestreut werden. Es kann sein, dass man auch als Mieter den Winterdienst übernehmen muss, wenn es dementsprechend Vereinbarungen im Mietvertrag gibt. Hier sollte man Sorgfalt walten lassen, denn rutscht jemand auf einem schneebedeckten Weg aus und verletzt sich, können Ersatzansprüche auf denjenigen zukommen, der die Streu- oder Räumpflicht hatte. Ohne entsprechende Versicherung kann das teuer werden.

Allerdings brauchen Mieter, die laut Vertrag Winterdienst verrichten müssen und Eigentümer von Einfamilienhäusern lediglich eine private Haftpflichtversicherung, damit solche Schäden übernommen werden – Besitzer von Mehrfamilienhäusern benötigen hingegen eine Gebäude-Haftpflicht.

Eingestürzte Dächer durch Schneemassen sorgen für Ärger

In der Schweiz eher selten, dennoch kommt es vor: Der Schnee fällt und fällt und fällt. Grosse Schneemassen wiegen schnell mal ein paar Tonnen und können so auch Dächer, Wintergärten und Garagen einstürzen lassen.

Der Knip-Expertentipp zu Elemenetarschäden

Hält das Dach den Schneedruck nicht aus, übernimmt die Gebäudefeuerversicherung die Schäden! Solche sogenannten Elementarschäden sind in der Schweiz automatisch in der Feuerversicherung eigenschlossen und müssen nicht separat versichert werden. Es ist ein grosser Vorteil, dass die Elementarschadenversicherung in der Schweiz so gelöst ist. Müsste diese Versicherung separat abgeschlossen werden, gäbe es auch in der Schweiz Gebäude, die aufgrund ihrer topografischen Lage gar nicht versichert werden könnten.

Schwere Zeiten auch für Fussgänger  

Wer sich als Fussgänger trotz vorschriftsmässig geräumtem Trottoir verletzt, für den springt die Unfallversicherung nach UVG oder für nicht berufstätige Personen die Unfallversicherungsdeckung der Krankenversicherung nach KVG ein.

Motorfahrzeug-Versicherung

Autofahren im Winter kann riskant sein. Stürme und Nebel können bereits für ein erhöhtes Unfallrisiko sorgen. Kommen dann noch Schnee, Eisregen oder Blitzeis dazu, wird die Autofahrt zur Herausforderung. Übrigens: In der Schweiz gibt es eine Winterreifenpflicht. Bei Glatteis und Schneeglätte müssen also sogenannte M+S Reifen (Matsch und Schnee) benutzt werden. Wer ohne Winterreifen erwischt wird, bekommt ein Bussgeld. Wer einen Unfall baut, weil er nicht die richtigen Reifen hatte, riskiert sogar seinen Versicherungsschutz.

Bei Sturmschäden am Auto besteht Versicherungsschutz über die Teilkasko, bei Unfallschäden, auch den selbst verschuldeten, greift in aller Regel die Vollkaskoversicherung.


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