In den meisten Fällen lohnt es sich, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Vielen ist dies allerdings nicht bewusst, gerade wenn sie unfallfrei durchs Jahr gekommen sind: Denn dann rutschen sie automatisch in eine niedrigere Schadstoffklasse und zahlen am Ende des Jahres weniger. Und genau hier liegt der Knackpunkt! Dass Versicherte oftmals trotzdem zu viel zahlen merken sie nicht, denn auch wenn ihre Beiträge sinken, können die Grundprämien trotzdem angehoben werden – am Ende wäre der Preisnachlass also noch niedriger ausgefallen, ohne die verdeckte Preiserhöhung. Worauf man als Autofahrer noch achten sollte, um bei der Kfz-Versicherung zu sparen, verraten die Experten von Knip. Übrigens: Wechseln kann man noch bis zum 30. November.

Etwa 26 Prozent der Versicherten bleiben bei ihrem Anbieter und wechseln nicht. Dadurch können ihnen schnell Ersparnisse von bis zu 60 Prozent durch die Lappen gehen.

Der Preis einer Kfz-Versicherung hängt allerdings nicht nur vom Anbieter ab, sondern außerdem stark von der Regional- und Typklasse, also von dem Ort der Zulassung sowie dem Automodell. Wohnt man in einer Region mit vielen Unfällen oder fährt man ein Auto, das häufig in Unfälle verwickelt ist oder oft gestohlen wird, zahlt man mehr als der Durchschnitt.

Achte auf die Leistungen deiner Kfz-Versicherung

Neben dem Preis kommt es auch ganz stark auf die Leistungen der Versicherung an. Daher empfehlen wir, auf die folgenden Punkte zu achten:

Deckungssumme:

In der Kfz-Haftpflicht ist eine Mindestdeckung gesetzlich vorgeschrieben. Für Sachschäden beträgt sie 1,12 Millionen Euro und 7,5 Millionen Euro für Personenschäden. Wenn ein Unfall teurer wird, muss der Verursacher für alle Kosten selber aufkommen, die über die Mindestdeckung hinausgehen. Autofahrer sollten daher in der Kfz-Haftpflicht eine höhere Deckungssumme vereinbaren. Das kostet zwar geringfügig mehr, bietet aber auch eine bessere Absicherung.

Mietwagen:

Die „Mallorca-Police“ ist ein Muss für Urlauber,die im Ausland ein Auto mieten wollen. Sie erhöht die landesspezifische Deckungshöhe in der Kfz-Haftpflicht auf deutsches Niveau. Denn nicht immer reichen die Deckungssummen ausländischer Fahrzeugverleiher aus, um nach einem Unfall alle Kosten zu tragen. Das gilt allerdings nur innerhalb Europas. Wer im Urlaub nicht mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen unterwegs ist, benötigt jedoch diesen zusätzlichen Schutz nicht.

Wildunfälle:

Die Teilkasko kommt auch für Wildunfälle auf, oft aber nur bei Haarwild. Besser ist es, wenn der Versicherungsschutz „Tiere aller Art“ abdeckt.

Marderbisse:

Gute Kfz-Tarife versichern „alle Tierbisse“ sowie die Folgeschäden, die dadurch entstehen. Dazu zählen direkte Beeinträchtigungen an Leitungen und Schläuchen, aber auch am Motor. Wer die Folgeschäden in der Police nicht mit einschließt, riskiert hohe Kosten, wenn beispielsweise ein Motorschaden entsteht.