Seit Einführung des Krankenkassen-Obligatoriums 1996 steigen die Krankenkassenprämien. Auch für 2017 wird es wieder teurer. Die Prämien steigen für Erwachsene mit der Standard-Franchise von 300 Franken inklusive Unfalldeckung um 4,5 Prozent.

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Doch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kantonen sind erheblich. Die Spannweite zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kanton beläuft sich auf über 500 Franken, wie die Infografik der Knip AG zeigt.

Basel und Genf sind am teuersten

In elf Kantonen steigen die Prämien um 5 Prozent oder mehr. In Basel lebt es sich am teuersten, zumindest was die Krankenversicherung angeht.

Hier ist die Prämie mit 567 Franken absolute Spitze, gefolgt von Genf. Am günstigsten kommt man weg in Appenzell Innerrhoden (CHF 348).

Krankenversicherung: Warum schwanken die Pärmien je Kanton so unterschiedlich?

Ausschlaggebend sind die kantonal unterschiedlichen medizinischen Angebote.

So ist etwa die Anzahl von Spezialärzten ein entscheidender Preistreiber. Auch sind beispiesweise in Basel die Kosten der stationären Spitalaufenthalte ganz andere.

Pro Versicherten beliefen sich diese auf 1246 Franken. Zum Vergleich: Der Wert liegt im Kanton Zug nur halb so hoch. Auch die verschiedenen Gesellschaften schwanken stark, so dass sich ein Vergleich lohnt. Weitere Infos zum Thema Krankenversicherung gibt es bei Knip.ch.

Dennis Just: “Das Gesundheitssystem setzt falsche Anreize setzt und ist ineffizient.”

Dem Grund der Teuerung widerspricht jedoch Dennis Just, Gründer von Knip.

„Seit der Einführung 1996 werden die steigenden Prämien mit Alterung der Bevölkerung und der Zunahme chronischer Krankheiten begründet. Richtig ist: Das Gesundheitssystem setzt falsche Anreize und ist noch zu ineffizient.”

Knip ist der grösste digitale Makler der Schweiz. Mit der Smartphone App kann man seine Versicherungen verwalten und in einen günstigeren Tarif wechseln. Genau dazu ruft der Knip-Chef auf. „Die Versicherten sollten ein Zeichen setzen und einen günstigeren Tarif suchen. Die Schwankungen zwischen den Gesellschaften sind enorm. Damit lohnt sich der Wechsel!“

Die Versicherungsgesellschaften präsentieren sehr unterschiedliche Entwicklungen. Acht Gesellschaften verteuern sich lediglich unterdurchschnittlich, neun Gesellschaften erhöhen hingegen sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Am stärksten wird der Aufschlag erhöht bei der Krankenkasse Birchmeier (plus 27,02%), bei der Glarner Krankenversicherung (plus 24,11%) und der Krankenkasse Luzerner Hinterland (17,83%).infografik_erhoehung_versicherungen

Im Durchschnitt werden Kinder und Jugendliche noch stärker belastet: So verteuern sich die Versicherungen für die unter 18-Jährigen um rund 6,6 Prozent.

 


KVG, VVG:

Das Themenspezial zur Krankenversicherung von Knip

Zum Thema Wechsel der Krankeversicherung präsentiert Knip auch ein grosses Themenspezial mit den wichtigsten Fragen und Antworten. Wie findet man eine passende Krankenversicherung? Was ist zu berücksichtigen? Die Tipps unserer Versicherungsexperten gibt es HIER!

 

“Welche Leistungen deckt die obligatorische Grundversicherung ab?”

Frage unserer Kundin Regina D. (31) aus Basel

Die Antworte der Knip-Experten:

“Im Krankenversicherungsgesetz (KVG) wird vorgeschrieben, welche Leistungen von der obligatorischen Grundversicherung erbracht werden müssen. Alle Versicherer decken also die gleichen Leistungen ab. In der obligatorischen Grundversicherung sind Untersuchungen, Behandlungen und Arzneimittel bei einer Krankheit oder während und nach einer Schwangerschaft abgedeckt. Hat der Versicherte keine Unfallversicherung, ist auch dieser Schutz in der Grundversicherung integriert. Die Kosten für die Behandlung nach einem Unfall werden dann übernommen. Wer für weniger als acht Stunden pro Woche bei demselben Arbeitgeber angestellt ist, ist gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Das gilt auch für den Weg zur Arbeit. Arbeitnehmer, die mehr als acht Stunden in der Woche einer Erwerbstätigkeit bei dem gleichen Arbeitgeber nachgehen, sind zusätzlich auch gegen Unfälle versichert, die in der Freizeit passieren.”