Zum Jahreswechsel wird überall in der Schweiz ausgelassen gefeiert. Gutes Essen, Alkohol und natürlich ein Feuerwerk dürfen da nicht fehlen. Aber was, wenn die Party aus dem Ruder läuft? Knip – die Versicherungsexperten zeigen, worauf man achten sollte!

Unfallversicherung
Kommt es durch ein Feuerwerk zu Verletzungen, greift die Unfallversicherung und zahlt bei dauerhaften Unfallfolgen sogar eine Invalidenrente. Alle Arbeitnehmer in der Schweiz sind über die Berufsunfallversicherung gegen die Folgen eines Unfalls am Arbeitsplatz abgesichert. Die Prämien dafür werden vom Arbeitgeber übernommen. Erwerbstätige, die mehr als acht Stunden pro Woche bei dem selben Arbeitgeber angestellt sind, sind darüber hinaus auch gegen die Folgen eines Unfalls ausserhalb der Arbeitszeit abgesichert. Arbeitnehmer können also eine Krankenversicherung ohne Unfalldeckung abschliessen und so Prämien sparen.

Doch Vorsicht bei zu viel Schampus: Grobe Fahrlässigkeit ist häufig ausgeschlossen. Das heisst, wenn ein Unfall unter Alkoholeinfluss passiert, zahlen Versicherer gar nicht oder nur einen geringeren Leistungsbetrag. Wie viel Prozent der Versicherungssumme nach einem Unfall ausgezahlt werden, hängt davon ab, wie hoch das Einkommen des Versicherten ist. Man geht dabei immer von einer vollen Erwerbstätigkeit aus, unabhängig davon, ob der Versicherte tatsächlich Vollzeit angestellt war. Dieses Einkommen (maximal jedoch 126.000 Schweizer Franken im Jahr) wird dem geschätzten Einkommen, das der Versicherte nach einem Unfall erzielen kann, gegenübergestellt. Daraus ergibt sich der Invaliditätsgrad, von dem abhängt, wie hoch die Rente ist, die der Versicherte erhält. Ab einer Invalidität von 10 Prozent erhalten Versicherte eine Invalidenrente, die ausgezahlt wird, wenn man davon ausgeht, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten dauerhaft nicht verbessern wird.

Gliedertaxe – so viel sind Körperteile wert
In der Gliedertaxe sind bestimmten Körperteilen bestimmte Prozentsätze zugeordnet. Beispiel: Die Funktionsunfähigkeit eines Beins wird mit rund 70 Prozent der Versicherungssumme bewertet. Beträgt die Versicherungssumme 100.000 Franken, erhält der Geschädigte dann also 70.000 Franken wenn das Bein voll funktionsunfähig ist.

Haftpflicht, Hausrat, Wohngebäudeversicherung
Auf der Silvesterparty bei Freunden fällt das Weinglas aus der Hand und direkt auf den teuren Flokati. Sofern dies nicht vorsätzlich war, kommt die Privathaftpflichtversicherung des Verursachers für den Schaden auf.

Beschädigt eine Silvesterrakete das Eigenheim von aussen, ist der Schaden ein Fall für die Gebäudesachversicherung. Wenn allerdings bekannt ist, wer den Schaden verursacht hat, wird der Verursacher in die Haftung genommen. Dann muss dessen Privathaftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen.

Schadenfrei durch die Silvesternacht
Für einen sicheren Start ins neue Jahr sollte man auf den richtigen Umgang mit Silvesterböllern achten und folgende Tipps beachten:

  • Silvesterraketen und -böller sind in der Schweiz zweimal im Jahr erlaubt. Am Nationalfeiertag und an Silvester.
  • Kinder müssen unbedingt beaufsichtigt werden.
  • Gebrauchsanweisung der Raketen und Böller durchlesen und die jeweils festgelegten Sicherheitsabstände einhalten.
  • Raketen nicht unter Bäumen anzünden und auch nur aus standsicheren Flaschen heraus.
  • Während dem Zünden von Raketen und Böllern nicht rauchen.
  • Blindgänger nicht noch einmal anzünden oder aufheben, hier besteht grosse Verletzungsgefahr. Man sollte mindestens 15 Minuten warten, bevor man sich ihnen nähert.
  • Wenn das Feuerwerk abgebrannt ist, sollte man es vor dem Entsorgen sicherheitshalber noch einmal mit Wasser übergiessen.

Für einen optimalen Versicherungsschutz im neuen Jahr überprüft der mobile Versicherungsmanager Knip die bestehenden Policen und bietet Optimierungsmöglichkeiten an.