“Ach das passiert mir doch nicht”, das denken sich bestimmt viele. Doch die Polizei hat alleine 2014 landesweit mehr als 53.000 Einbruchsfälle  registriert mit steigender Tendenz. Wir sagen, was jetzt zu tun ist!

Während der Reisesaison z.B zu Weihnachten, sind Einbrecher besonders aktiv. Daher lohnt es sich, vor Urlaubsantritt Schutzmassnahmen zu ergreifen:

  1. Abschliessen: Verschliess alle Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit. Türen, die nur ins Schloss gezogen wurden, sind kinderleicht zu öffnen. Lass deine Fenster nicht einfach “auf kipp” stehen, egal ob EG oder Dachgeschoss. Dies macht es den Tätern leicht das Fenster zu öffnen.
  2. #Wegvonzuhause: Auf keinen Fall öffentlich, z.B. auf Facebook und Twitter, ankündigen, in welchem Zeitraum du verreist.
  3. Gute Nachbarschaft: Beauftragen Sie zudem einen Nachbarn oder Bekannten damit, nach dem Rechten zu sehen und regelmässig den Briefkasten zu leeren.
  4. Anonym verreisen: Gut vernetzte Banden sind auch auf Flughäfen aktiv und schicken die Adressen auf den Gepäckanhängern an ihre Kollegen vor Ort weiter. Daher empfiehlt es sich bei dem Reise-Koffer nur geschlossene Gepäckanhänger anzubringen.
  5. Geld & Schätze abschliessen: Bewahren Sie wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause auf.
    Wertgegenstände gesondert verwahrt werden z.B in einem Tresor oder ein Bankschliessfach!
  6. Anwesenheit vortäuschen: Lassen Sie ihr Heim beim Verlassen nicht den ganzen Tag unbeleuchtet. Durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr lässt sich eine Beleuchtung der Wohnräume individuell regeln und erwecken den Eindruck das sich jemand in der Wohnung befindet.
  7. Achtsam sein: Notieren sie sich von auffälligen Fahrzeugen das Kennzeichen, prägen Sie sich die Personenbeschreibung verdächtiger Personen ein.
  8. Türsteher spielen: Fragen Sie fremde Personen z.B. im Treppenhaus nach dem Grund ihres Aufenthalts. Hinterfragen Sie die Antworten. Das gilt auch für Frauen und Kinder. Einbrecher schätzen keine Neugier.
  9. Ermittlung vereinfachen: Fotografiere den Zustand deiner Wohnung vor der Abreise, insbesondere die Wertsachen, um den Vorher Nachher Effekt leichter zu dokumentieren.

>>”Es gibt jedoch keine Faustformel die den Einbruch 100% verhindert”.<<

Wie sichert man sich ab?
Ein Einbruch kann schwere finanzielle Schäden verursachen, doch zum Glück gibt es eine Absicherung. Eine Hausratversicherung deckt unter anderem das Risiko des Einbruchdiebstahls ab und erstattet die entstandenen Kosten vom Versicherer.

Was ist versichert:

  • Zum Hausrat gehören zum Beispiel Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung, teils auch Tablets, Smartphones (Je nach Versicherung). Auch geliehene Gegenstände fallen unter den Schutz der Hausratversicherung.Der Versicherungsschutz gilt für Wohnung/Haus samt Terrassen, Garagen und Anbauten, wie auch Kellerräume. Privat genutzte Räume oder Garagen in der Nähe der Wohnung müssen zusätzlich deklariert werde. Gestohlene und beschädigte Gegenstände (bei Einbruch auch Türen und Fenster) ersetzt die Versicherungsgesellschaft bei Raub mit Gewalt oder Einbruchdiebstahl. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass der Diebstahl mit Gewalt stattgefunden hat.
  • Der Grundtatbestand des Einbruchdiebstahls ist das Aufbrechen der versicherten Wohnung, durch Fenster, Tür oder ähnlichen Eingängen.
    Der Raub setzt sich aus den Delikten Diebstahl und Nötigung zusammen, durch Androhung von Gewalt gegen Leib und Leben.
  • Dein Eigentum ist sogar weltweit bis zu einem bestimmten Betrag versichert. z.B. Dinge, die du mit in den Urlaub nimmst und dir aus dem Hotelzimmer, durch das aufbrechen deines Hotelzimmers/Ferienwohnung/Pension gestohlen wird.
  • Schäden die durch Naturkatastrophen wie Überschwemmung und Hochwasser entstanden sind fallen in den meisten Tarifen in das Standard-Leistungsspektrum der Hausratversicherung. Wenn nicht sollten diese mit einem Zusatz der Elementarschäden gegen einen Aufpreis abgesichert werden.

Was ist nicht versichert:

  • Wenn etwas herunterfällt oder einfach kaputt geht, ist es nicht versichert. Mit dem Zusatz des All-Risk lassen sich auch Schäden ersetzen die unvorhergesehen und plötzlich durch äussere Einwirkung entstehen.
  • Wenn der Einbruch oder Raub durch das fahrlässige Verschulden des Versicherers ermöglicht wurde, z.B. durch den leichten Einstieg in die Wohnung, kann es passieren dass die Versicherung eine Kürzung der Entschädigungssummen vornimmt oder die Leistung der Entschädigung sogar vollständig verweigert.

Darauf solltest du bei der Tarifauswahl achten:

  • Versicherungssumme – Die Versicherungssumme richtet sich nach der Wohnfläche. Pro Quadratmeter werden pauschal 650 Euro angesetzt. Beispiel: Eine 80-Quadratmeter-Wohnung ist mit 52.000 Euro versichert. Nach diesem Verfahren wird eine Unterversicherung vermieden und du erhältst Schadenersatz ohne Einschränkungen.
    Jedoch besteht hierbei die Gefahr, dass du unter- oder überversichert bist. Schliesslich kannst du auch eine grosse Wohnung preiswert einrichten oder eine kleine besonders teuer. Viele Versicherungen bieten im Internet Inventar-Formulare an. Auf diesem kann man den Wiederbeschaffungswert aller Gegenstände des Hausrats eintragen und addieren. Wichtig ist, dass man dabei den aktuellen Neuwert der Gegenstände nimmt. Am Schluss erhält man die Versicherungssumme. Dieses Verfahren ist jedoch aufwändig.
  • Fahrraddiebstahl – Wird das Fahrrad aus dem Haus, dem eigenen Keller oder der Garage gestohlen, ist es über die Standardpolice versichert. Sollte es aus einem Gemeinschaftskeller oder im Freien entwendet werden, zahlt der Versicherer teilweise nur, wenn die Klausel ‚Fahrraddiebstahl’ vereinbart ist.

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